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Am Samstag, den 13. Oktober eröffnete Bgm. Jürgen Winter die Sonderausstellung „Schladming 1918-1948“ von Heribert Thaller

Unter der Schirmherrschaft des Kulturreferates wird die zeitgeschichtliche Fotodokumentation über die wirtschaftlichen Krisen und politischen Wirren jener Zeit noch bis Mittwoch, den 17. Oktober in der Hohenhaustenne präsentiert.

Ein wertvolles Stück Schladminger Geschichte. Der Schladminger Hobby Historiker Heribert Thaller gewährt einmal mehr Einblick in seine wertvolle Sammlung. Die geschichtsträchtigen „8-er Jahre“ werden in seiner gewohnt individuellen Handschrift und mit viel Liebe zum Detail in mehr als 700 Fotos abgebildet. Heribert dankte in seiner Ansprache vor allem seiner Familie, die so viel Verständnis für sein zeitintensives „Hobby“ hat und ihn tatkräftig unterstützt. Sein Dank galt auch der Stadtgemeinde Schladming für die wertvolle Zusammenarbeit und natürlich allen Anwesenden für’s Kommen und die damit erbrachte Wertschätzung..

Bgm. Jürgen Winter würdigte den wertvollen Einsatz Herbert Thallers für die Stadt und wie wichtig die Dokumentation der Stadtgeschichte ist. Ganz Schladming weiß seinen unermüdlichen Tatendrang  hochzuschätzen - jetzt die Ausstellung und schon im Frühjahr 2019 soll der 5. Band seiner Bücherreihe „Schladming – Alltag im Wandel der Zeit“ erscheinen. Ganz besonderen Wert legt das Stadtoberhaupt darauf, dass die Ausstellung in besonderer Weise diese schwierige Zeit nach dem Ersten Weltkrieg in Schladming veranschaulicht. Eine Kernbotschaft ist dabei, wie die Not der Menschen zum Nährboden für eine Ideologie wurde, die ihnen ein besseres Leben versprach und doch nur noch mehr Leid, Zerstörung und Tod verursachte.

„Der Nationalsozialismus ist auf das Schärfste zu verurteilen. Deutschtümeleien darf in diesem Zusammenhang kein Raum geboten werden. Darum gilt es umso mehr aufmerksam hinzuschauen und zu verstehen, in welcher Zeit und unter welchen Umständen das alles vor sich ging, welche echten und objektiven Informationsmöglichkeiten es gab und welche verabscheuungswürdigen Mechanismen der Politik hier am Werk waren.

Umso mehr muss jetzt die Zeit der Schuldzuweisungen endgültig vorbei sein. Wir übernehmen Verantwortung für unsere Geschichte und dieses Verantwortungsgefühl geben wir auch unserer Jugend so weiter …“ betont Bgm. Jürgen Winter

Bereichert wird die Ausstellung durch Fernseh-Beiträge von Zeitzeugen aus Schladming und Umgebung. Namhafte Persönlichkeiten haben ihre Erlebnisse Ennstal TV anvertraut und berichten über ihre persönlichen Erfahrungen. Es war eine besondere Ehre, dass einige dieser Zeitzeugen auch die Eröffnung mit ihrem Kommen beehrten.

Öffnungszeiten: Sonntag, 14. Oktober bis Mittwoch, 17. Oktober 2018 von 10.00 bis 16.00 Uhr - Hohenhaustenne – Eintritt frei!

Einen Abschluss dieses Gedenkens an die schicksalshaften 8er Jahre wird die Wanderausstellung „Im Zeitalter der Extreme. Demokratie im Widerstreit mit Diktaturen 1918/1938/1948/2018” bilden, welche im Jänner 2019 in der Kleinregion Schladming zu sehen sein wird. Im Rahmen der Ausstellung wird auch ein begleitendes Bildungs- und Kulturprogramm angeboten, welches die Gemeinden der Kleinregion gemeinsam entwickeln.

Fotos: Foto Kaserer