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Bgm. Jürgen Winter und Anna Veith – bei der Eintragung ins Goldene Buch der Stadt Schladming (Foto Kaserer)

Die Wahlschladmingerin Anna Veith trug sich am Montag, den 30. April ins Goldene Buch der Stadt Schladming ein. Bgm. Jürgen Winter, der Schladminger Stadtrat, Sportausschuss Obmann Rudi Stocker und Hansjörg Stocker, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Schladming scharten sich um einen eigens von Anna Veith auserwählten Personenkreis im Schladminger Rathaus, um die Erfolge der vergangenen Saison zu feiern. Nicht nur die „goldenste Silbermedaille“ (so steht’s auf Anna’s Homepage J) bei den olympischen Spielen im koreanischen Pyeongchang, sondern auch der erste Sieg nach den schweren Verletzungen im Super G in Val-d’Isère im Dezember 17.

Genau genommen war’s ja schon das zweite Mal, dass Anna sich ins Goldene Buch der Stadt Schladming eintrug. Am 7. April 2015  – noch als Anna Fenninger - nach ihrer traumhaften Saison 2014/15. Da stand sie als Doppelweltmeisterin der Alpinen Skiweltmeisterschaft in Vail/Beaver Creek mit Gold im Super-G und im Riesenslalom und Vizeweltmeisterin - Silber in der Abfahrt - und als Gesamtweltcupsiegerin im Rathaus Schladming. Es war Bgm. Jürgen Winter schon damals eine große Ehre, Anna als Wahlschladmingerin empfangen zu dürfen - aber nach all dem, was seither passiert ist – freute man sich diesmal fast noch ein bisschen mehr …

… am 21. Oktober 2015, drei Tage vor Saisonbeginn, der fatale Sturz beim Training in Sölden - Kreuzband- und Innenbandriss und Riss der Patellasehne im rechten Knie und damit fiel die gesamte Saison 2015/16 aus.

.. am 16. April 2016 wurde aus Anna Fenninger – Anna Veith. Mit der Heirat ihres langjährigen Lebensgefährten, dem ehemaligen Snowboarder Manuel Veith, verlegte Anna ihren Lebensmittelpunkt nach Schladming – Rohrmoos.

… das Comeback in der Saison 16/17 verlief nicht ganz nach Wunsch (abgesehen vom dritten Platz im Super-G von Cortina d’Ampezzo am 29. Jänner 2017) – wieder machte die Patellasehne einen Strich durch die Rechnung. Erneut musste operiert werden.

Mit eisernem Willen und der Unterstützung von Familie, Freunden und ihrem gesamten Umfeld ging’s Schritt für Schritt wieder zurück auf die Piste. Bereits in Lake Louise reichte es für Weltcuppunkte. Das erste riesengroße Highlight, das allen die Ganserlhaut aufsteigen hat lassen, kam dann am 17. Dezember 2017 - 1001 Tage nach ihrem letzten Sieg im Weltcup hieß die Siegerin in Val-d’Isère Frankreich im Super-G wieder Anna Veith. Die Belohnung für die harte Arbeit zurück in den Weltcup.

Ja und dann waren da ja noch die Olympischen Spiele im koreanischen Pyeongchang. Bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele war Anna Veith für die österreichische Delegation Fahnenträgerin. Eine ehrenvolle Aufgabe und vielleicht sogar ein bisschen symbolträchtig für das Vorhaben 2026 – eine (Wahl-)schladmingerin an der Spitze einer motivierten Truppe im Zeichen des Olympischen Gedankens …

Ein paar Tage später – für österreichische Verhältnisse zu nachtschlafender Zeit - hat Anna die Nation in den schönsten Traum mitgenommen und errang im Super G die „goldenste Silbermedaille“ – Originalton auf Annas Homepage. Gottseidank sind wir aus diesem Traum bis heute nicht aufgewacht, weil’s ja keiner war – sondern durch und durch real! Wir danken einmal mehr für diesen magischen Moment.

Anna Veith nutzte die Gelegenheit, die wichtigsten Begleiter ihres Lebens um sich zu haben, um sich mit sehr emotionalen Worten zu bedanken. Sie richtete sich eigens an die Vertreter der Stadt und des Tourismusverbandes Schladming für die Wertschätzung, das Verständnis und den Respekt ihr gegenüber.

Die „goldenste Silbermedaille“ – genau so steht es auch im Goldenen Buch der Stadt Schladming – Anna wir sind stolz auf dich!