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SHORT LETTER KW 20 / MI 17. Mai 2017UNSER PROGRAMM FÜR DIESE WOCHE

 

 

MI 17. Mai 2017 - 20:00 Uhr

BÜHNE FREI!

„Zsommkemma - Miazl & Reini - Eini ins Lebn“ - Maria Schütter (Asinger-Miazl) und Reinhild Stocker

 "ZSOMMKEMMA" - mit der Mundartdichterin Maria Schütter(Asinger-Miazl) und der singenden Wirtin Reinhild Stocker.

Mundart & Austropop / Schladming/Fastenberg & Rohrmoos/Hochwurzen / Altbäurin & Wirtin / Alt & Jung

Der Abend steht auch diesmal für einen künstlerischen Austausch zwischen Fastenberg und Rohrmoos, für eine schwungvolle, humorvolle Begegnung zwischen Alt und Jung.

Eintritt: Euro 15,- Vorverkauf TVBSchladming + KFT Mitglieder: Euro 13,-

 

 

FR 19. Mai 2017 - um 18:45 h - 1.Teil, 21:15 h - 2.Teil

CINEMA CLUB

„1900 - NOVECENTO“ - Gewalt, Macht, Leidenschaft, Italien 1976

Zweiteilges Filmepos von Bernardo Bertolucci mit R. De Niro, G. Depardieu, D. Sutherland, D. Sanda, B. Lancaster, S. Sandrelli, S. Hayden, L. Betti, ...

Musik: Ennio Morricone

"1900" ("Novecento") ist ein imposanter Monumentalfilm über die Geschichte der Emilia Romagna – der Heimat des Regisseurs Bernardo Bertolucci in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Dekadenz der Landbesitzer und der menschenverachtende Fanatismus der Faschisten kontrastieren mit der Not der Landarbeiter und kommunistischen Idealen.

Der Film erzählt die Geschichte der ambivalenten Freundschaft eines Landarbeitersohnes und des am selben Tag geborenen Sohnes des Großgrundbesitzers vor dem Hintergrund der italienischen Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In faszinierenden, oftmals lyrisch inspirierten Bildern (Gemälde "Fattoris") beschreibt der Film aus klassenkämpferischer Sicht die Lebensgeschichten von zwei Freunden, die auf demselben Landgut aufwachsen. Der zweite Teil von Bertoluccis Geschichtsgemälde beschreibt die 30er Jahre und die aufkommende Barbarei der Faschisten, die Befreiungsfeiern im Jahr 1945 und die Neuformierung der Landarbeiter als politische Kraft.

Inhaltsangabe: Alfredo Berlinghieri (Paolo Pavesi, Robert De Niro) und Olmo Dalco (Roberto Maccanti, Gérard Depardieu) werden 1900 am selben Tag und auf dem selben Landgut in der Emilia-Romagna geboren. Ihre Großväter, der Gutsherr (Burt Lancaster) und einer der Pächter (Sterling Hayden), trinken auf das Wohl der Neugeborenen. Ungeachtet der Standesunterschiede befreunden die beiden. Während Olmo sich nach seiner Heimkehr aus dem Ersten Weltkrieg in der "Liga" für die Not leidenden Kleinbauern einsetzt, kommunistische Ideale propagiert und sich mit der gleichfalls sozial engagierten Lehrerin Anita Foschi (Stefania Sandrelli) zusammentut, rebelliert Alfredo gegen seinen konservativen Vater (Werner Bruhns) und führt in der Stadt das ausschweifende Leben eines Bohemiens, doch nach dem Tod des Patriarchen übernimmt er den Familienbesitz. Während er mit der exzentrischen Ada Fiastri Paulhan (Dominique Sanda) Hochzeit feiert, schlägt sein faschistischer Gutsverwalter Attila (Donald Sutherland) Olmo mit ein paar Gleichgesinnten brutal zusammen. Als Mussolini 1922 in Rom die Regierung an sich reißt, fühlt Attila sich in seiner politischen Ausrichtung bestätigt und berechtigt, politische Gegner zu beseitigen. Sein besonderer Hass gilt dem Kommunisten Olmo. Ada kann nicht verstehen, dass Alfredo den skrupellosen Verwalter gewähren lässt und seinem Jugendfreund in keiner Weise hilft. Zuerst versucht sie, ihre Gefühle mit Alkohol zu betäuben, dann verlässt sie ihren Mann. Olmo schließt sich im Zweiten Weltkrieg den Partisanen an. Als Mussolini im April 1945 ermordet wird und die Faschisten um ihr Leben bangen, versucht Attila zu fliehen, wird jedoch gefasst und von den Partisanen getötet. Alfredo muss sich vor einem Tribunal der Landarbeiter verantworten.

Bernardo Bertolucci wurde am 16. März 1941 in Parma als Sohn des Dichters, Kritikers und Kunsthistorikers Attilio Bertolucci (1911 – 2000) und dessen Ehefrau Ninetta geboren. Beide Eltern unterrichteten an Schulen in Parma. 1943/44 zog sich Attilio Bertolucci mit Frau und Kind wegen des Krieges vorübergehend in den Apennin zurück.1951 zog die Familie nach Rom. Für Bernardo Bertolucci war das ein Schock. In der ländlichen Gegend am Rand von Parma, wo er zunächst aufgewachsen war, hatte er mit Bauernkindern gespielt. Nun stammten seine Mitschüler und Nachbarskinder aus dem Kleinbürgertum. Da fühlte er sich nicht zugehörig. 1961 brach er sein in Rom begonnenes Literatur-Studium ab und assistierte Pier Paolo Pasolini bei dessen erstem Film. Im Jahr darauf führte Bernardo Bertolucci erstmals selbst Regie: "La Commare Secca". Und obwohl er für seinen im selben Jahr veröffentlichten Gedichtband "In cerca del mistero" mit dem "Viareggio" ausgezeichnet wurde, wählte er für seinen weiteren Weg das Kino statt der Literatur.

Prädikat besonders wervoll!

 

Weiterführende Infos: www.klangfilmtheater.at

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